Samstag, 7. Januar 2012

Der dritte Tag

Trichter3

So lag Anni fast den ganzen Tag auf dem Sofa. Sie macht dabei nicht den Eindruck, als ginge es ihr schlecht, sondern eher, als hielte sie einen Heilschlaf.

Heute Vormittag allerdings hatte ich den Verdacht, sie könnte Schmerzen haben. Dafür hatte uns der Arzt aber auch Tabletten mitgegeben. Zum Glück war es bisher nie ein Problem, Anni Medikamente zu geben - einfach mit ins Futter, und schon sind sie im Hund!

Nachdem die Tablette gewirkt hatte, war
Anni ganz munter. Gegen 12 Uhr war ich mit ihr draußen, sie machte Pipi, und dann lief sie sofort zurück und zog mich zum Hof hinter dem Haus. "Nein, wir können nicht mit dem Auto fahren.", erklärte ich ihr. Da lief sie eifrig wieder los, über die Straße, hinein in die U-Bahn-Haltestelle - und schnurstracks zum Aufzug, mit dem man nach oben zum Bahnsteig fährt.

Leider musste ich auch diesen Wunsch abschlägig bescheiden. Keine Ahnung, warum Anni unbedingt wegfahren wollte! Und wohin...?

Freitag, 6. Januar 2012

Der zweite Tag

Trichter2

Der Tierarzt hatte uns schon gesagt, dass wir in der Nacht wohl wenig Ruhe bekommen würden. Er hat uns sogar ziemlich naturgetreu vorgesungen, wie die Hunde dann jaulen und heulen. Und Anni tat genau das! Außerdem klopfte sie die ganze Nacht an mir herum, bis morgens um 4 Uhr. Dafür stand sie an meiner Bettkante auf den Hinterbeinen und trommelte mit den Pfoten auf meine Rippen, immer rauf und runter.

Den Lg hörte ich zwar schnarchen, aber mitbekommen hat er das alles wohl trotzdem, jedenfalls war er morgens auch unausgeschlafen.

Ab 4 Uhr wurde es etwas besser. Aber um 8 war ich doch total müde. Natürlich fiel die morgendliche Spazierrunde aus, wir gingen nur um die Ecke zum Pipi-Machen, dann wollte Anni auch schon von selber wieder in die warme Bude. Rechts neben dem Haus ist ein großes Parkhaus, und daneben führt ein Kiesweg dran vorbei mit Gras an der Seite und Blumen. Dahin gehen wir immer, wenn es mal schnell gehen muss. Auf dem Hinweg hab ich Anni noch getragen, zurück ging sie dann alleine.

Als wir die Sache gegen 12 Uhr wiederholten, bewältigte sie schon beide Wege, hin und zurück. Aber ein bisschen spazierengehen mochte sie nicht, bloß gleich wieder 'rein.

Ich hatte vor, um 18 Uhr mit ihr nach draußen zu gehen, aber sie mag nicht vom Sofa. Na gut, dann eben später.

Morgens mochte sie noch nicht essen, dann hat der Lg ihr ein Klümpchen Tatar mitgebracht, und das verschlang sie so um Mittag herum mit großem Appetit.

Ihr Bauch ist ja jetzt so nackt und geschoren, ich hab mal bei Schecker (das ist ein Versand für Hundeartikel) nach Pullovern geguckt. Leider sehen die fast alle ziemlich albern aus. Heute war es zum Glück mal nicht so kalt und die Sonne schien sogar - aber das wird nicht so bleiben.

Damit sie etwas geschützt ist, hab ich gestern Abend so eine Art "Body" für Anni genäht. Dafür hab ich einen bunten Stoff genommen, der mal zu einem Kissen für die Tier-Transportbox gehörte. Mit Bärchen drauf! *g* Jemand hat mir gesagt, man kann so einen Body gut aus dem Hosenbein einer alten Jogginghose oder ähnliches machen. In meiner Wohnung könnte ich so etwas wahrscheinlich finden, aber hier beim Lg leider nicht.

Na, mal sehen. Der Bauch bleibt ja noch eine Weile nackt, in den nächsten Tagen muss ich mich für irgend etwas entscheiden.

Den Trichter um den Kopf ersetzt der Bärchen-Stoff leider nicht, den kann Anni allzu leicht zur Seite schieben und nach Herzenslust an der Narbe lecken. Das soll sie auf keinen Fall! Ist schon ein bisschen ulkig, wie sie mit dem Plastikding überall gegen stößt, aber Lachen ist sooo gemein!!!

Trichter1

Donnerstag, 5. Januar 2012

Überstanden

AnniOP1

Das haben wir jetzt endlich hinter uns: Anni hatte ihre Total-Operation.
Sie liegt auf dem Sofa, in eine Decke gewickelt, und rührte sich bis gegen 15 Uhr gar nicht, aber jetzt bewegt sie manchmal ein bisschen die Pfoten.

Ich hab natürlich Kopfweh. Reaktion auf den unterdrückten Stress.

Beim Thema Kastration oder nicht ist es wie in der griechischen Tragödie: Egal was man macht, es ist immer falsch. Es tun oder es unterlassen hat alles seine Nachteile, und man muss sich entscheiden, mit welcher man am ehesten leben kann.

Wenn man anfängt, sich im Internet zu informieren, ist man ziemlich bald verwirrter als vorher! Ebenso viele Meinungen wie Personen, und alle widersprechen sich, es ist furchtbar. Sogar die These, dass eine Kastration die Hündin vor Gesäugekrebs schützt, wird gelegentlich angezweifelt. Dabei ist das eigentlich die gängige Vorstellung.

Wir haben Anni einmal läufig werden lassen, wie der Tierarzt uns geraten hatte, und dann in der Mitte des folgenden Zyklus die OP vorgenommen.

Man hat ja drei Möglichkeiten. Erste: Gar nichts tun. Dann wird die Hündin alle acht Monate läufig und von Rüden verfolgt, und die meiste Zeit findet sie das nicht komisch. Ich musste die erschrockene Anni oft auf den Arm nehmen, während kalbsgroße Rüden an mir hochsprangen, mich fast umwarfen und mich mit ihren Pfoten vollschmierten. - Nein, das nehme ich ihnen nicht übel, sie folgen dem Ruf der Natur, und es sind eben Tiere. Ihre Menschen allerdings könnten mal aufpassen und ihr Viech wegrufen! Manche verschwanden einfach im Wald und ich stand mit ihrem tobenden Hund da.

Außerdem erfuhr ich, dass eine Hündin nach der Läufigkeit immer scheinschwanger wird. Auch wenn es vielleicht gar nicht auffällt. Aber es ist eine hormonelle Belastung des Körpers, der vielleicht auch letztlich zu Krebs führt.

Nun könnte man sich ja sagen: He, in Wolfs- und Wildhundrudeln pflanzen sich immer nur die Alphatiere fort, die anderen Hündinnen werden auch "umsonst" läufig. Und kriegen die Krebs?

Das eben ist die Frage. Vielleicht werden sie in der Natur gar nicht alt genug, um ihn noch zu erleben, anders als unter menschlicher Obhut.

Zweite Möglichkeit: Die sogenannte Pille für den Hund. Das ist aber in Wirklichkeit eine Spritze, und die muss ganz exakt in der Mitte des Zyklus gegeben werden. Verpasst man den genauen Zeitpunkt, ist sie wirkungslos. Nun weiß jede Frau, wie leicht so ein Zyklus sich verschieben kann. Ich sah mich also schon im Geiste tagelang zum TA pilgern, um den Hormonstatus festzustellen, und abgesehen davon hört man auch Geschichten über Unverträglichkeiten, nachdem man jahrelang Hormone gespritzt hat.

Drittens: Die Kastration. Als Vorteil empfinde ich, dass die Sache Geschichte ist, wenn man sie einmal überstanden hat. Dauert natürlich ein paar Tage. Auch hier gibt es Nachteile: Besonders bei großen Hunderassen kann es passieren, dass die Hündin eine Blasenschwäche bekommt. Nun gehört Anni einer kleinen Rasse an, und es passiert auch nicht bei jedem Tier. Falls die Blasenschwäche auftritt, kann man sie mit Hormonen oder einer kleinen OP beheben, da muss man dann sehen... Aber wie gesagt, in unserem Fall ist die Wahrscheinlichkeit eher gering.

Ein anderer Nachteil ist, die Fellqualität kann sich verschlechtern. Das finde ich nicht so wild. Gerade gab mir jemand den Tipp, jeden zweiten Tag einen Löffel Distelöl ins Futter zu geben, und außerdem kann man auch allerlei Sachen kaufen, die das Fell verbessern helfen.

Ja, und dann die Gewichtszunahme. Das ist die bekannteste Nebenwirkung. Ich hab schon nach "leichtem" Futter gesucht, es gibt Sorten für übergewichtige und kastrierte Hunde, und man kann das ja von Anfang an verfüttern und nicht erst auf's Übergewicht warten. Anni ist bis jetzt sehr schlank, sie wiegt etwa 5,5 Kilo. Von diesem Niveau aus dürfte sie gerne noch ein bisschen zunehmen, ohne dass sie dick wäre. Löwchen wiegen bis zu 7 Kilogramm, und Anni ist nicht klein, sie hat so etwa die Maximalgröße von 32 Zentimetern Stockmaß. (Es ist schwierig, das genau zu messen, sie hält ja nicht still.)

Jedenfalls hab ich mich nach monatelangem Überlegen für die Radikallösung entschieden. Wahrscheinlich auch deshalb, weil meine Katzen auch alle kastriert waren und dadurch nicht mal übergewichtig wurden. Die Mulle meines Lg übrigens auch nicht. (Meine erste Katze war zwar recht mollig, das aber schon lange vor der Kastration. Die ließ ich erst vornehmen, als sie sechs Jahre alt war, weil der kleine Kater Shadow bei uns einzog und meine Katze durchdrehte, als er in die Pubertät kam!)

Jetzt müssen wir die nächste Woche noch überstehen, in der Anni nicht so viel laufen kann. Und ständig aufpassen, dass sie sich die Narbe nicht leckt. Dafür hat sie einen dieser scheußlichen Plastiktrichter bekommen - ich bin am Überlegen. Man könnte ihr auch einen "Body" nähen oder stricken...

Samstag, 10. Dezember 2011

Der Blätterteich

Als ich vorhin mit Anni unterwegs war, fiel mir die Wandse auf. Normalerweise fließt sie so träge, dass man längere Zeit hinsehen muss, um zu erkennen, in welche Richtung sie überhaupt strömt. Aber heute sah man dies:

Die wilde Wandse


WildeWandse

Überhaupt fallen mir auf den Hunderunden allerlei Dinge und Umstände auf, die ich früher, in hundelosen Zeiten, nie bemerkt habe. Zum Beispiel, wie schnell Flüsse und Teiche austrocknen und wie blitzartig sie sich wieder füllen. Und nicht nur das, sondern gleich Hochwasser führen. Wie die Wadis in der Wüste!

In Volksdorf ist ein kleiner Tümpel, der zu den Teichwiesen gehört. Er liegt sehr dicht an der Straße. Dieser November war ja wohl der Trockenste seit Beginn der Aufzeichnungen oder so ähnlich, und bald war der kleine Teich weiter nichts als ein Blätterteich:

Blätterteich8
 

Dann regnete es. Und innerhalb weniger Tage:

 
Blätterteich12

Da war er wieder voll! Man wundert sich, woher so schnell so viel Wasser kommt. 

Das Regenmäntelchen

hab ich ihr ja schon vor langer Zeit gekauft, aber sie ließ ihn sich nicht anziehen. Anni leidet nämlich an Klaustrophobie! Mir ist das unerklärlich, sie kann gar keine schlimmen Erfahrungen gemacht haben in ihrem kurzen Leben. Ich hab sie nie in einen winzigen Kasten oder etwas ähnliches gesperrt, und die Züchter mit Sicherheit auch nicht.

Vielleicht war Anni in einem früheren Leben ein Stallkaninchen und musste in einem sehr kleinen Holzkäfig dahinvegetieren...

Jedenfalls mag sie es nicht mal, dass man ihr das Brustgeschirr über den Kopf zieht, geschweige denn ein großes Stück Plastik!
Für das Brustgeschirr stelle ich Anni zuerst ins Waschbecken. Vor lauter Unbehagen macht sie nämlich oft ein Pfützchen genau in dem Moment, wo der Riemen des Geschirrs über ihren Kopf geht. Im Waschbecken, dachte ich, kann man's leicht wegspülen. Aber seltsam: Dann pinkelt sie nicht. Nur, wenn sie auf dem Fußboden steht und dort ihr Brustgeschirr anziehen soll.

Na gut, dachte ich mir heute, dann halten wir es mit dem Regenmantel genau so. Und tatsächlich - es funktionierte. Der kleine Regenumhang ist so konstruiert, dass der Hund ein Halsband tragen muss, aber das ist ja bei uns nicht mehr der Fall. Ich habe deshalb oben in das Plastik einen kleinen Schlitz geschnitten. Sonst hätte ich Anni nicht anleinen können:


Regenmantel2
Klar, dass ihr das Geraschel und Geknister des Plastikmaterials nicht so ganz geheuer war, aber entgegen meiner Befürchtung kam sie dann doch ganz gut klar. 

Heute Morgen bei der ersten Hunderunde ist Anni nach einer Viertelstunde wieder nach Hause gegangen! Sie wollte einfach nicht die ganze übliche Stunde im Schneeregen und Graupel herumlaufen. Wie schon erwähnt, hab ich noch ein bisschen Angst um ihre Gesundheit und ließ ihr den Willen. (Zu Hause legte sie sich in ihr Bett und ratzte eine paar Stunden. Ein Tag, der mit Aufstehen anfängt, ist nichts für die Hundetochter...!)


Als es nun Zeit für die Nachmittagstour war, dachte ich aber, irgendwann müssen wir ja mal eine Weile laufen. Und so kam es, dass ich trotz Annis Klaustrophobie den Regenumhang hervorholte.

Man sieht hier mal, wie rank und schlank das Hündchen in Wirklichkeit ist. Anni wirkt immer so moppelig, weil sie so einen dicken Pelz hat:
Regenmantel1


















Auf der großen Wiese trafen wir einen kleinen Havaneser:


Havaneser

Das Bild finde ich so witzig, da hat er sich gerade geschüttelt:

Regenmantel2



Natürlich waren Annis Beine nass, als wir nach 45 Minuten nach Hause kamen, und der Bauch war auch nicht ganz trocken. Aber sonst saugt sich ihr Fell mit der Zeit ganz voll Wasser, und dagegen schützt der Regenmantel durchaus.

Ich trage mich mit dem Gedanken, ihr einen Pullover zu stricken. *g* Und zwar mit einer Knopfleiste oben auf dem Rücken, so dass man ihn ihr nicht über den Kopf ziehen muss, sondern von unten anziehen kann. Außerdem kann ich einen Schlitz für den Karabinerhaken einarbeiten.

Freitag, 9. Dezember 2011

Wieder besser

Na, ich denke mal, die Medizin hat geholfen. Anni hustet nicht mehr. Allerdings ist sie etwas appetitlos in den letzten Tagen - möglicherweise ist ihr das Medikament ein bisschen auf den Magen geschlagen.

Bei dem Sauwetter war es mir oft etwas unheimlich, mit dem kranken Hund draußen herum zu laufen. Diese Kälte und der Regen, starker Wind dazu... Ich dachte immer, so gut kann das auch nicht sein, obwohl Anni nun wirklich einen dicken Pelz hat. Besonders nass wird sie aber immer unterwärts, an Bauch und Beinen. Und am Unterboden ist nur wenig Fell.

Darum, als wir noch am Anfang waren mit der Medikation, hielt ich die Spaziergänge kürzer. Einmal war es draußen so eklig, dass wir nur so in der näheren Umgebung herumstrolchten. Ich überließ es Anni, wohin wir gingen und wann sie wieder nach Hause wollte. Als sie begriff, dass sie heute mal führen durfte, marschierte sie los: Auf die andere Straßenseite, wo eine Reihe geparkter Autos stand. Dort suchte sie sich nach einigem Hin und Her einen blauen Mercedes aus, stellte sich neben die Beifahrertür und guckte mich auffordernd an: Nun komm, wir fahren damit.

Anni kann ja nicht wissen, dass einem ein Auto gehören muss, bevor man damit fahren darf. Und auch nicht, dass man es fahren können muss. Ich kann das leider nicht. Schon vor einigen Wochen hat sie mich, als wir beim Lg in Volksdorf waren, auf den Hof zum Auto gezerrt und wollte, dass wir losfuhren. Mein Lg war nicht dabei, und so musste ich ihr den Wunsch abschlagen.

Ja, Autofahren macht ihr Spaß! 

Freitag, 2. Dezember 2011

Meine Hustinette

Arme Anni hat Husten!

Es fiel uns am vorigen Wochenende auf. Am Samstagabend bekam ich den Eindruck, dass Anni sich verschluckt hatte - aber ich fragte mich, ob das überhaupt möglich war. Menschen können sich verschlucken, weil sie wegen der Sprache ihren Kehlkopf sehr weit oben haben. Bei Tieren kann man sich das schlecht vorstellen.

In der Nacht zum Sonntag hustete sie immerzu, und so packten wir sie gleich am Montagmorgen ins Auto und fuhren zum Tierarzt.

Da hockte Klein-Anni in der Praxis auf dem Tisch und zitterte so furchtbar, dass sie auf einem Foto sicherlich unscharf geworden wäre! 

Der Arzt sagte, dass seit Wochen eine Hustenepidemie unter den Hunden grassiert. Die ist allerdings im Abklingen; jetzt kommen noch diejenigen, die sich als Letzte angesteckt haben. Anni bekam eine Spritze und ich eine Tüte mit Tabletten für sie, ein richtiges Antibiotikum. Zehn Tage lang muss Anni zweimal täglich 1 1/2 Pillen nehmen. (Das ist auch kein Problem. Die sind sehr klein und gut teilbar, ich mische ihr drei Halbe unters Futter und sie haut alles weg.) (Mein Lg meint, drei Halbe hört er gern!)

Fünf Tage lang soll ich Anni aber noch von anderen Hunden fern halten, danach ist sie nicht mehr ansteckend. Ich weiß jetzt bloß nicht, ob der Arzt den Montag schon mitgerechnet hat oder erst vom nächsten Tag an. Darum geh ich lieber zur sicheren Seite und isoliere meinen Hund auch morgen noch, am Sonnabend.

Das ist nicht immer ganz so einfach. Wie im September, als sie läufig war, schleichen wir durch Straßen und meiden den Park. Kommt uns ein Hund entgegen, warte ich erst ab, ob er sich überhaupt für uns interessiert, manche gehen ja auch einfach nur vorbei. Läuft er aber auf uns zu, nehme ich Anni schnell auf den Arm - und ernte konsternierte Blicke von den anderen Hundebesitzern! Ich muss dann schnell erklären: "Mein Hund ist ansteckend! Ich will die Pest nicht nach Wandsbek einschleppen!"

Mir scheint nämlich, der Husten wütete hauptsächlich in Volksdorf, also ein Stück weiter im Norden, wo der Lg wohnt. An meinem Wohnort hat noch keiner etwas darüber gesagt.

Vorhin traf ich die Besitzerin von Max, dem Dackel. Der war aber nicht bei ihr, sondern zu Hause beim Herrchen. Ich erzählte von dem Husten, und da sagte Frau Max, dass ihr Hund als Welpe die gleiche Infektion gehabt hat und dass die Tiere daran sterben, wenn man sie nicht behandelt! Die haben so einen Klumpen Schleim im Hals, der immer größer wird, bis sie ersticken.


Da bin ich aber froh, dass wir so schnell zum Arzt gegangen sind!