Montag, 7. September 2015

Richtig gute Leckerchen!


Tja, da hab ich mal für 60 Euro etwas Gesundes für Anni bestellt.

Leider hab ich vorher geglaubt, dass die "normalen" Leckerlis, die man so im Supermarkt kaufen kann oder in Tierfutterläden wie Fresshaus oder Futternapf, dass die ganz in Ordnung sind. Immerhin steht drauf: "Aus 100% frischem Fleisch" und so ähnlich.

Ha, Pustekuchen. Im Blog Les Wauz steht Aufschlussreiches über Chemie im Dörrfleisch, lest das mal. Ich wollte sofort keines mehr haben. Und darum hab ich dann bei den unverdächtigen Anbietern nach solchen Sachen gesucht, bei Lunderland und dogs4friends.

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Die Purfleisch-Streifen sind reines Fleisch, so als hätte man es selbst gedörrt. Glaub ich jedenfalls, selber hab ich's noch nicht probiert. Rebecca von Les Wauz hat das aber gemacht, sie stellt einen Dörrautomaten vor und zeigt ihre Ergebnisse. Nicht schlecht, nur: Ich eigne mich nicht dazu, rohes Fleisch zu schneiden. Besonders nicht Lunge. *schauder* *brrrr* Irgendwie wird mir übel dabei.

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Lunderland hat all diese schönen getrockneten Sachen: Hühnerhälse, sehr große Stücke Rinderlunge, Euter (in größeren und auch in ganz kleinen Belohnungs-Stückchen), winzige Fischchen namens Omena, Rinder-Nasenknorpel (die sehr mitleiderregend aussehen, da man die Nase noch ein wenig erkennt) und auch die neumodischen Fellstreifen. Wer die noch nicht kennt - es gibt sie auch noch nicht lange. Der Hund frisst das Fell mit. Das putzt innerlich den Darm und ist wirklich nicht schädlich. An einem kleinen Stück kaut Anni einen Tag lang herum und dann ist immer noch ein bisschen übrig. Ihr macht das großen Spaß. Ich dagegen finde den Anblick auch wieder traurig, wie bei den Nasen. Je deutlicher ich noch sehe, dass es mal ein lebendiges Tier war, desto mehr geht es mir ans Herz. Gerade das Haarkleid ist ja sehr individuell.

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Die Chips hier sind wieder schön unkenntlich. Auch die beschäftigen einen kleinen Hund recht lange, fast eine Stunde. Anders als normale Rinderhaut, die Anni langweilig findet, schmeckt diese ja wohl nach Salami.

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Montag, 24. August 2015

Anni und der Schutenhut



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Da sitzt der arme Hund.

Der Lg meint, Anni sieht aus wie früher die Ladies im Wilden Westen mit Schutenhut. Da ist was dran! Nur dass die Damen ganz bestimmt nicht so unglücklich guckten damit.

Anni kratzte sich überall, wo sie hinreichte, und ich dachte schon, sie hätte sich einen Floh eingefangen. Das Anti-Flohmittel nützte aber nichts. Dann dachte ich: Vielleicht ist es eine Allergie? Ich hatte angefangen, ihr die Kräutermischung "Wurmschutz" zu geben, jeden Abend ein bisschen in ihr Essen, möglicherweise vertrug sie eine der Komponenten nicht. Ich ließ den Wurmschutz weg und hoffte, das war's, denn den ganzen Sonntag über kratzte Anni sich nicht - bis abends gegen 18 Uhr. Da fing sie noch mal an und konnte eine Stunde lang nicht wieder aufhören.

Tja, was soll man machen, Juckreiz ist so quälend wie Schmerz, wir gingen am Montag zum Tierarzt. IMMER fängt sie mit irgendwelchem Kram mitten am Wochenende an!

Eine schlimme, am meisten benagte Stelle hatte sie an der Schwanzwurzel, die war schon entzündet und vereitert. (Ich war ziemlich erschrocken, denn das war mir gar nicht aufgefallen - erst, nachdem der Arzt die Stelle rasiert hatte, sah ich es auch!) Er meinte, Annis Analdrüse sei voll, und durch das unangenehme Gefühl hat sie eben so nah wie möglich am Hintern nagen müssen.
Kann ja sein, aber ich hatte mehrere rote Stellen am Körper gesehen, die sofort verschwanden, als ich den "Wurmschutz" absetzte; montags beim Arzt waren sie dann längst weg...

Anni bekam eine Salbe und Tabletten und - ja, den schönen Trichter.
Ich hab mich ein bisschen geärgert, denn immer schon hatte ich vor, ihr einen aus Plüsch zu kaufen. Damit kann sie viel gemütlicher schlafen, der ist weich. Nun hatte ich gerade vorher ein Paket von dogs4friends bestellt und wieder mal den blöden Trichter vergessen! Er wäre genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen.
Nun aber lohnte sich das nicht mehr wirklich.

Zweimal täglich strich ich die Cortisonsalbe auf ihre Stelle, dann wuchs dicker Schorf, Anni kaute ihn bei nächster Gelegenheit ab. Dann war alles gut.

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Wie ich das hier so schreibe, sitzt die Mulle neben mir auf der Sofalehne:

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Montag, 10. August 2015


Was man ohne Hund alles nicht erlebt hätte.....

Vorgestern hatte ich ohnehin nicht vor, mittags besonders lange mit Anni spazieren zu gehen. Der Lg und ich wollten nachmittags zu Pflanzen-Kölle und den Hund mitnehmen, da wollte ich meine Kräfte nicht schon vorher vergeuden.

Wir wanderten also durch den kleinen Weg am Parkhaus entlang, der in die Farmsener Landstraße mündet. Ich wollte in einem Bogen der Straße folgen und wieder nach Hause. Dann sah ich etwas auf dem Gehweg - genau vor der Einfahrt beim Zahnarzt Hardy Isele. Es sah von weitem aus wie eine Schnecke. Aber so ein Riesenvieh? Hab ich plötzlich Vergrößerungs-Augen? Neugierig ging ich darauf zu, und tatsächlich! Das war die größte Schnecke, die ich je gesehen habe, und sie wanderte schnurstracks geradeaus.

Nee, Mädel, dachte ich (oder auch mien Jung - Schnecken sind Zwitter), das überlebst du hier nicht lange. Irgend eine Unachtsamkeit von irgend jemandem, und es gibt eine tödliche Verletzung. Ich stell ja immer wieder fest, dass es Leute gibt, die überhaupt nichts davon sehen, was um sie herum kreucht und fleucht, und besonders nicht vor ihren Füßen.

Ich hob das Tier auf und erriet, dass es sich nur um eine Weinbergschnecke handeln konnte. Diese Art von Häuschen hatte ich schon im Supermarkt gesehen, aber mit Knoblauchbutter gefüllt. Bloß, ich konnte nicht begreifen, wie sie nach Hamburg gekommen war. Weinberge sind hier nun wirklich nicht.

Ob sie einem Schlachter entkommen war, der unter grausamem Gelächter die Schneckenhäuser abreißt und sie mit Knoblauchbutter füllen lässt?

Ich setzte sie auf ein paar große breite Blätter und trug sie erstmal nach Hause. Dort brachte ich das Tierchen in einem unserer kleinen Plastik-Terrarien unter, die für Futtergrillen gedacht sind, eigentlich heißen die Faunarien. In so einem ist im vorigen Jahr die Raupe "Raupi" aus dem Salat geschlüpft und zu einem Kohlweißling geworden, den wir aus dem Schlafzimmerfenster in die Natur entließen.

Ich warf den Rechner an - ein Hoch auf die Technik! - und gab "Weinbergschnecke" ein. Ja, da war sie, genau, das helle Netzmuster am Körper. Die Häuschen werden bis zu 5 Zentimeter groß, das war bei meinem Findling eindeutig der Fall.

Nun erlebte ich einige Überraschungen: Es gibt Weinbergschnecken in ganz Europa bis rauf nach Südschweden. Die brauchen gar keinen Weinberg! In lichten Wäldern wohnen sie und überall, wo es grün ist. Sie werden in der Natur etwa 8 Jahre alt und im Terrarium bis zu 30! Und ich bin 64 Jahre lang auf der Welt und seh so eine zum allerersten Mal!

Und sie sind streng geschützt, wie alle Schnecken mit Häuschen. Das hatte ich auch nicht gewusst. Essen darf man nur solche aus speziellen Zuchten... na ja, wer's mag. *schauder* Es ist schon deshalb nicht ratsam, wilde Weinbergschnecken zu essen, weil sie giftige Pflanzen auf ihrem Speiseplan haben. Wenn sie zum Beispiel gerade Tollkirschen zu Mittag hatten, genügen zwei Schnecken, um einen Menschen umzubrigen. Ja, steht im Internet! Einige Leute haben die Giftkonzentration gemessen.

Gurken und "Wurzeln" (sagt man im Norden, Möhren und Karotten woanders) (wobei "Karotten" für uns nur die ganz kleinen rundlichen Sorten sind) die mögen Weinbergschnecken, las ich. Okay, gerne, eine Scheibe grüne Gurke ins Faunarium: Mein Schneck wendet sich deutlich erkennbar angewidert ab! Hm, stimmt auch nicht alles, was im Internet steht...

Überhaupt gefiel die Plastikzelle dem Besucher gar nicht. Mürrisch zog er sich in seine Privatgemächer zurück und zeigte der Welt die kalte Schulter.

Mein Lg und ich überlegten. Wie kann eine Schnecke auf die Farmsener Landstraße gekommen sein? Aus dem Volksdorfer Wald sicher nicht, dafür müsste sie über die Fahrbahn. Das ist hundertpro tödlich! Bisschen Wald ist zwar auch auf dieser Seite der Straße, viel aber nicht, und da soll sie all die Jahre unbemerkt herumgelaufen sein, ohne jemals irgendwem unter die Füße zu geraten?

Besonders wahrscheinlich wirkt das nicht, aber andererseits, irgendwie kam sie ja nun mal da hin.

Der Volksdorfer Wald ist am Boden eigentlich kaum grün. Hauptsächlich liegen da braune trockene Blätter, weiter nichts, wovon soll sich da eine Schnecke ernähren? Und es gibt überall Wege kreuz und quer, die unbegehbaren Areale sind sehr klein. Der Lg kam auf die Idee: Der Wald bei der Streuobstwiese, da wo das von Loki Schmidt einst gesponserte Beet ist! Da reicht die Natur bis nach Sasel, da hat auch eine Weinbergschnecke reichlich Platz. Sehr menschenleer ist es dort, und dabei nur einen Kilometer Luftlinie entfernt. Was Schnecken nämlich brauchen, das leuchtet ja auch ein, ist kalkhaltiger Boden. Wir hätten gern einen Geologen gefragt, glauben aber, dass sich die Bodenbeschaffenheit auf so kurze Entfernung nicht wesentlich ändert. Dass also der Wald da hinten auf ebenso kalkigem Boden wächst wie der in Volksdorf.

So hatten wir denn ein Ziel für die Mittagsrunde am nächsten Tag - das war gestern.

Am Vormittag schafften wir es tatsächlich, das Gecko-Terrarium gründlich zu erneuern. Es sieht jetzt endlich wieder so aus, dass man reingucken mag. Vom Gartencenter hatten wir zwei Efeututen in Hydrotöpfen mitgebracht, damit es nicht so schlimm wird, wenn man mal das Gießen vergisst...

Am frühen Nachmittag fuhren wir dann los, um die Schnecke auszuwildern! Der Weg ist ziemlich weit, jedenfalls wenn man den Rückweg auch noch laufen muss; wir fuhren also ein Stück mit dem Auto und wanderten die Zweite Hälfte des Weges zu Fuß.

Unterwegs mussten wir noch ein paar Erinnerungsbilder machen:

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Das Weiße auf dem Häuschen war so etwas wie Spinnenwebe, ich hab die später noch abgerubbelt. Es fällt auf dem Foto viel mehr auf als in Wirklichkeit.

Hier unser Schneck in der Plastikdose. Nachdem es mit der Gurke so gar nicht hinhaute, versuchte ich es mit Karotte - und he, die ließ er gar nicht wieder los! Die kam also mit, als Wegzehrung. 

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Wir setzten unseren Schützling samt Karottensnack in den Schatten unter Farnen und machten uns auf den Rückweg. Hier noch ein Foto von Anni und mir:



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Ja, auf dem Hemd steht:

"Dies ist mein Gassi-Geh-Shirt".

Geschenk vom Lg. :-)

Freitag, 17. Juli 2015

Nur schnell mal ein Bild von der Nase


Vor einigen Wochen ging ich mit Anni über die große Wiese hinter der Siedlung und hatte dabei meine Kamera in der Hand. Anni lief übermütig herum und sprang bei der Toberei plötzlich an mir hoch. Ich drückte spontan auf den Auslöser. Allerdings glaubte ich nicht, dass dieses Foto etwas geworden sein könnte, dafür war es einfach zu flüchtig, bloß ein "Klick" nebenbei.

Zu Hause dann die Überraschung: Das Bild war superscharf! Ein absoluter Glückstreffer. (Ich muss es für das Blog sehr verkleinern, darum sind die Fotos hier immer ein bisschen pixelig, das täuscht also.) Seht ihr, wie liebevoll Anni zu mir aufsieht? Das kann man am Augenausdruck erkennen! Deshalb gefällt mir dieses Bild so, auf meinem Rechner ist es seitdem der Desktop-Hintergrund.

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Und hier, die Nase:

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Ich finde ja immer ihren Oberlippenbart so lustig. Nicht alle Hunderassen haben einen.

Samstag, 20. Juni 2015

Gefährliche Lebensmittel für Hunde

Ich möchte noch etwas Wichtiges erwähnen, und zwar Lebensmittel, die Hunde auf gar keinen Fall essen dürfen! Die werden zwar den meisten Leuten bekannt sein, aber vielleicht hilft es doch irgendjemandem. Hier die kurze Übersicht:

Alkohol
Avocados
Zwiebeln und Knoblauch
Koffeinhaltige Getränke
Weintrauben und Rosinen
Schokolade
Rohes Schweinefleisch und Fisch
Salz
Xylit - Birkenzucker

Aufgeführt werden auch Milchprodukte und Nüsse. Allerdings ist Milch nicht für jeden Hund problematisch, und Nüsse sind eben recht fett, aber nicht giftig. Alles wird hier erklärt Tiermedizinportal, auch die Inhaltsstoffe, die diese Lebensmittel für den Hund schädlich bis tödlich machen.

Ich muss zugeben, dass ich das mit den Weintrauben nicht wusste! Anni hat gelegentlich mal eine gekriegt, sie mag ja alles Mögliche. Zum Glück sind so geringe Mengen unproblematisch, aber sie kriegt ganz sicher nie wieder eine Weintraube von mir!

Irgendwo hab ich noch gelesen, dass man beim Obst für den Hund alle Kerne und Steine entfernen soll, wegen der Blausäure darin. Das hab ich aber auch schon von mir aus gemacht. Und Lauch - in manchen Hundeflocken aus gemischtem Gemüse ist es mit drin, man sollte aber lieber eine Sorte ohne Lauch nehmen.

Tiere im Krieg



Heute hab ich wieder einmal eine Mail vom Tierschutz-Shop bekommen. Diesmal geht es speziell um Hunde in Rumänien, aber man hat dort die freie Auswahl, für welches Tierheim, für welche Tierschutzgruppe man etwas spenden mag.

Ich finde die Idee wirklich sehr gut: Zum einen kann man dort sein Tierfutter bestellen wie in anderen Onlineshops auch, dann gehen 10% des Kaufpreises an eine Tierschutz-Organisation. Man kann aber auch, das hab ich schon öfter gemacht, Futter spenden. Wer es bekommen soll, sucht man aus einer Liste aus.

Es steht immer eine besondere, wechselnde Gruppe im Mittelpunkt, etwa Hunde in Osteuropa. Zum Beispiel in der Ukraine - diese Geschichte geht mir besonders nahe.

Ich weiß ja, wie viele Hunde auf Knallerei reagieren, mit Zittern und Panik. Und nun stelle man sich vor, es fallen Bomben auf die Stadt oder es donnern irgendwelche Kanonen und Mörser, jedenfalls alles was furchtbar laut ist, und dazu ist es noch wirklich gefährlich, im Gegensatz zu Silvesterböllern.

Ich weiß nicht so genau, wie die Situation im Moment dort ist, aber selbst bei Waffenruhe besteht immer die Möglichkeit, dass es wieder losgeht. Sehr sehr viele Menschen sind geflohen. Und sie haben ihre Hunde zurückgelassen! Die irren jetzt herum, verstehen die Welt nicht mehr, jaulen vor Angst bei Beschuss, nicht wenige werden verletzt.

Mutige Leute gibt es dort, die sich um diese armen Viecher kümmern! Sie sammeln die Tiere, versorgen Verletzungen, päppeln die Halbverhungerten wieder auf. Und das alles, obwohl sie nun wirklich nicht mit Reichtümern gesegnet sind.

Ich hab schon so oft darüber nachgedacht. Muss man eigentlich den Hund zurücklassen, wenn man flieht? So war es auch in Fukushima nach dem Unfall mit dem Atomkraftwerk. Im Fernsehen sah man die verlassene Gegend, und dann kam ein Rudel Hunde ins Bild. Die hatten sich zusammengeschlossen, weil ihre Besitzer die verseuchte Stadt verlassen hatten. Ein Rudel zu bilden, war das Klügste, was sie tun konnten, aber der Anblick schockierte mich.

Würde ich in einer ähnlichen Situation Anni im Stich lassen? Das kann ich mir einfach nicht vorstellen! Nun weiß ich ja nicht, ob man den Leuten in Fukushima Vorgaben machte, ob etwa Hunde mitzunehmen verboten war. Bei staatlichen Hilfstransportern kann ich mir das schon vorstellen. Aber würde ich dann mitfahren oder nicht doch lieber eine andere Möglichkeit suchen?

Man muss sich nur die Bestürzung, die Ratlosigkeit, die Angst und die Trauer vorstellen, die den Hund überfällt, wenn seine Menschen einfach abhauen. Ich würde die kleine Anni da stehen lassen, ihr verzweifeltes Weinen würde mich noch ein Stück begleiten, und ich denk nur: Hauptsache weg hier? Der bloße Gedanke bricht mir das Herz.

Ich bin wahrscheinlich keine Heldin (so etwas weiß man erst, wenn die Situation da ist) aber dass ich so handeln könnte, will mir nicht einleuchten. Könnte ich mit so einer Erinnerung weiterleben? Würde ich auch nur einen Tag, eine Stunde lang nicht daran denken müssen, welchen Verrat ich begangen hätte? Wäre ich besser als jemand, der ein dreijähriges Kind auf die Straße setzt - und tschüs, nun sorg mal selbst für dich? Könnte ich in all den Jahren danach jemals meiner Phantasie befehlen, damit aufzuhören, mir immer und immer wieder vorzuspielen, wie mein kleiner Hund verzweifelt hungert und stirbt?

Wie man sieht - manche Leute machen das. Sie lassen ihre Hunde im ukrainischen Kriegsgebiet zurück und bringen sich in Sicherheit. Ich weiß nicht, ob es nur eine besondere Unbequemlichkeit für sie gewesen wäre, den Hund mitzunehmen, oder ob wirklich keine Möglichkeit bestand. Wenn man darüber nachdenkt, dass manche Leute hier bei uns ihr Haustier schon im Wald anbinden, nur weil sie in den Urlaub fahren möchten, macht mich das schon etwas misstrauisch, was die Motive der Flüchtenden angeht.

Wie gesagt, ich will niemanden verurteilen, ohne dass ich die näheren Umstände kenne, aber grübeln muss ich trotzdem.

Bei den Katzen dürfte die Sache nicht viel besser aussehen. Freigänger sind zwar grundsätzlich in der Lage, sich einigermaßen zu versorgen, aber dem Kriegsgeschehen fallen auch sie zum Opfer. 

Ich möchte jedenfalls alle bitten, die etwas für solche armen Tiere tun möchten, sich den Tierschutz-Shop wenigstens mal  anzusehen. Wer befürchtet, eine Geldspende könnte nicht sachgerecht verwendet werden, spendet über diesen Shop das Futter und bestimmt, wer es bekommen soll. Das Futter wird in einem Sammeltransport zum jeweiligen Tierheim gebracht, deshalb kostet das "Porto" nur 1 Euro.

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Noch mal zu dem vorigen Thema: Bei meinen Stöbereien hab ich auch noch zwei Seiten gefunden, die Futtersorten testen, und besonders interessant finde ich dabei, dass der jeweilige Kilopreis angezeigt wird. Da kann man nämlich sehen, dass auch ganz anständiges Futter für weniger als 5 Euro das Kilo zu bekommen ist, während Terra Canis 7,05 € kostet. Also ich würd mal sagen, ein Geldproblem kann es nur für wenige Leute sein.

Die eine ist diese hier: Deine Tierwelt. Interessant sind auch die Kommentare unter dem Artikel.

Und dann noch hier Pets Premium, da ist auch Katzenfutter dabei.

Hier gibt es was zu barfen: Haustierkost

Und hier haben sie Kräuter, Bachblüten, Schüßlersalze und allerlei Wundermittel gegen Zecken und Flöhe: Aniforte

Donnerstag, 28. Mai 2015

Noch mal das Futter...


 Ich bin ja noch nicht durch mit dem Thema "gesunde Ernährung für's Viech".

Im Moment verbrauchen wir gerade die gekauften Sorten, aber je mehr man im Internet stöbert, desto mehr findet man - Hersteller, von denen die Welt noch nie gehört hat. Das ist aber schade! Ich hab mir den einen oder anderen vorgemerkt. 

Na ja, das mit dem Nie-Gehört ist wohl etwas übertrieben, aber für mich (und ich glaube, für viele andere Hundebesitzer auch) sind die doch ganz neu. Zum Beispiel  Dr. Clauder. Der Link geht auf die homepage, man bekommt dessen Futter aber auch über ganz andere Seiten, bei manchen mit Rabatt, bei ZooRoyal, Amazon, Futterriese und so weiter.

Ohne dass ich es bisher gekauft habe, scheint mir dies durchaus vertrauenerweckend. 
Kalb und Gemüse

Und das hier ist Biofleisch, sogar noch etwas billiger:
Landfleisch pur

Es gibt also tatsächlich überhaupt keinen Grund, die Preise zu fürchten. Von 12 Dosen á 400 Gramm würde Anni 24 Tage leben, und das für 11,22 Euro. Ich denk mal, da ist der Supermarkt-Schrott teurer.
(Edit: Ich hatte nicht gleich gemerkt, dass dieses Biofleisch "ohne alles" ist, also zum Barfen. Da muss man noch andere Sachen hinzufügen, die kosten natüelich ein bisschen - aber nicht allzu viel.) 

Was mir auch sehr gut gefällt, ist unser Trockenfutter "Rehfleisch mit Kartoffeln" von Herrmanns Bio. Es ist wie Pulver, luftgetrockenete gekochte Kartoffeln mit dem Fleisch drin, das auch sehr klein gemahlen ist. Erst dachte ich "Huch! 70 Gramm pro Tag für den ganzen Hund??" Das wären mickerige 35 Gramm pro Mahlzeit. Es reicht aber tatsächlich, denn man lässt es mit warmem Wasser aufquellen, dann ist der ganze Napf voll. Dazu noch Gemüseflocken, und Anni denkt, sie bekäme einen Riesenhaufen Essen. 

Das Zeug ist deshalb so praktisch, weil Anni und ich ja alle vier Tage umziehen, nämlich von meiner Wohnung in die des Lebensgefährten, so lange der frei hat. Manchmal möchte ich morgens keine neue Dose mehr öffnen, weil wir am selben Tag noch in die andere Wohnung wechseln, da eignet sich das Trockenfutter sehr gut.

Nicht, dass jemand glaubt, der Hund würde verwirrt durch das Hin und Her mit den zwei Wohnungen! Ganz im Gegenteil. Anni ist Wassermann im Sternzeichen und darum liebt sie die Abwechslung. Die Wege, die wir mal in Volksdorf, mal in Wandsbek gehen, sind alle vier Tage immer wieder neu. Anni langweilt sich sonst ziemlich schnell. Wenn der Lg Urlaub hat und wir deshalb wochenlang dort bleiben, geht mein Hund manchmal schnurstracks mit mir über die Straße zum U-Bahnhof und auf den Bahnsteig, und dann müssen wir zum Berner Gutshof fahren und an der Berner Au herumlaufen, beispielsweise. Oder wir fahren nach Ahrensburg in den Wald oder was immer. Ich darf dann einsehen, dass sie heute keine Lust  auf den Katthorst hat, auf die Teichwiesen, auf den Wald beim Schemmann-Palais oder was sonst so unsere üblichen Wege sind.

Manche werden sagen, ich lasse dem Hund zu viel Eigensinn durchgehen. Ja, ich weiß das. Ich passe schon auf, dass ich als Erste zur Tür hinaus gehe, um zu zeigen, wer die Rudelführerin ist, aber Anni glaubt das nicht. Sie bleibt eigensinnig. Und ich denke immer, es ist ja ihr Spaziergang, nicht meiner. Ich persönlich würde auf dem Sofa hocken und das schönste Wetter draußen sein lassen - und mich immerzu ärgern, dass es draußen so schön ist und ich mich nicht aufraffen kann... so wie es früher war, in den Vor-Hunde-Zeiten.

Ich hätte hier noch ein paar andere Futtersorten, die mir so beim Stöbern aufgefallen sind. Zum Beispiel das ursprünglich aus England stammende

Bob und Lush

 und 

Fit Crock

Bei dogs4friends bin ich schon lange Kundin.Da will ich demnächst mal so einen weichen Kragen bestellen, ihr kennt das, wenn ein Tier davon abgehalten werden soll, sich seine Wunde zu lecken. Vom Tierarzt kriegt man einen schrecklichen harten Plastiktrichter, mit dem Ding können die armen Viecher kaum schlafen. Ein Kragen aus Plüsch hält sie ebenfalls von Unfug ab,  ist aber viel gemütlicher. Die kleine Größe passt wohl für Anni und für Mulle, das muss ich mal ausmessen.

Ich hoffe zwar, dass wir so ein Ding nie wieder brauchen (zuletzt für Anni im Januar 2012, als sie kastriert wurde), aber man weiß ja nie.

Im Les-Wauz-Blog gibt es den Tipp mit diesem Darm-Zeug von cdVet. Das hab ich dann auch gleich von dogs4friends bestellt. Mit der kleinen Flasche sind wir mittlerweile durch, vor ein paar Tagen haben wir die zweite Stufe gezündet. Es soll den Darm sanieren, zum Beispiel nachdem man eine Wurmkur gemacht hat (wie Anni) oder auch nach der Gabe von Antibiotika.

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Ich hatte gehofft, Annis Grasfresserei würde sich dadurch erledigen, ist aber nicht so. Letzte Woche hat sie sogar eine Stunde vor der normalen Gassizeit gedrängelt, und als wir hastig nach draußen liefen, tat sie nichts weiter als gierig zu grasen. 

Wenn das nicht besser wird, muss ich doch mal den Tierarzt darauf ansprechen.

Freitag, 15. Mai 2015

Gutes Futter ist nicht teurer!

Hier hab ich zufällig noch einen sehr anschaulichen Artikel gefunden, woran man gutes Hundefutter erkennt. Unbedingt lesen!! Dort rät man doch vom Aldi-Futter ab:

 Woran erkenne ich gutes Hundefutter?

Ich wollte noch etwas zu den Preisen sagen.

Eine Dose mit 800 Gramm "Pauls Beute" kostet 3,45€, die von Terra Canis 4,29. Selbst wenn wir also kein Sonderangebot finden (aber es gibt überall "Sparpacks") dann kostet das tägliche Essen für einen kleinen Hund wie Anni im schlimmsten Fall 1,07 €, im anderen weniger als einen Euro. Bisschen Porto kommt noch hinzu, aber ich hab schon oft gesehen, dass die Versandkosten entfallen, wenn man für mehr als 19 Euro bestellt. Das dürfte nicht zu schwer werden.

Je kleiner die Dosen sind, desto teurer wird es zwar - aber hier handelt es sich wirklich nur um Centbeträge.

Wer sich also überhaupt ein Tier leisten kann, ist wahrscheinlich auch in der Lage, ihm eine hochwertige Ernährung zu spendieren. Man darf ja nicht vergessen, dass einem am Ende so manche Tierarztrechnung erspart bleibt. (Ich gehe jetzt mal nicht auf die schlimmen Schicksale ein, wo die Leute zur Tiertafel müssen, weil sie Hund oder Katz sonst nicht über die Runden bringen. Das ist eine Sauerei, die wir unseren Damen und Herren Politikern zu verdanken haben, und zwar genau denen, die immer wieder gewählt werden. Und wer gar nicht wählt, unterstützt genau die.)

Mir ist da neulich bei der Bestellung ein Irrtum passiert. Die Dosen mit Pauls Beute hatten 800 Gramm statt der 400, die ich eigentlich geordert haben wollte. Ein Beinbruch ist das aber auch nicht. Ich hab nämlich viele kleine Frischhaltedöschen! Die haben ein Fassungsvermögen von 100 Gramm, da sind die Portionen gleich mundgerecht abgepackt.

Wie schon mal gesagt, Anni ist ja nicht mäkelig. Die würde auch vier Tage nacheinander das Gleiche wegmampfen. (Glaub ich jedenfalls.) Aber komisch. Als eine, die jahrzehntelang Katzen hatte, kann ich das einfach nicht mit ansehen, wenn das Viech immer dasselbe frisst! So hab ich einfach die halbe Dose auf vier Plastikdöschen verteilt und diese in den Kühlschrank gestellt - hält sich da. Dann hab ich Anni zwei Tage lang aus der restlichen 800-Gramm-Dose gefüttert, dann war selbige leer. Danach hat Anni zwei Tage lang Terra Canis gekriegt, und danach wieder zwei Tage lang die aufbewahrte zweite Hälfte der 800-Gramm-Dose.

Dabei hab ich abends schon die Frischhaltedose für's Frühstück aus dem Kühlschrank genommen, damit sie Zimmertemperatur bekommt, uns morgens die Portion für abends.

Es geht also sehr gut, wenn die Dose groß und preiswert ist.
Allerdings - wenn man einen Hund hat, der jeden Tag ein Kilo verschlingt, sieht es wohl doch etwas anders aus...

Übrigens mische ich oft Gemüseflocken mit ins Futter, zum Magenfüllen. Es gibt buntes Gemüse und auch reine Karottenflocken, wir haben beides. Manchmal streu ich auch gemahlenen Pansen drüber. Das riecht zwar wie ein Bauernhof, aber für so'n Hund ist das appetitlich! Auf die Art kann man das Futter auch dann abwechslungsreich gestalten, wenn es in Wirklichkeit derselbe Fraß ist wie gestern.

Anni dürfte von manchen Sorten eine etwas größere Portion bekommen als 200 Gramm pro Tag, aber sie mag ja so gerne Leckerchen - die muss ich leider mit einrechnen. Oft sind das Fleischstreifen, oder ähnliche Variationen. Die kann man getrocknet in jedem Supermarkt bekommen; ich hatte mir zuletzt mal die "Lümmel" von Pauls Beute mitschicken lassen, die mochte Anni selbstverständlich auch. Da alle diese Streifen laut Inhaltsangabe zu 98 Prozent aus Fleisch bestehen, meine ich, man kann die von Vitakraft, Trixie, Bozita oder sonstwas nehmen. Ich achte bloß darauf, dass nicht draufsteht "hergestellt in China". Solche findet man oft in Ramsch- und Billigläden. Zwar würden die keinem Tier sofort schaden. Ich las aber mal die Geschichte über einen kleinen Hund, der sehr krank wurde, weil sein Frauchen ihn jeden Tag mit diesem Zeugs abgefüttert hatte. So was würde ich ja ohnehin nicht tun. Trotzdem sind mir diese Sachen nicht ganz geheuer. (Ich gebe aber zu, dass man oft auch bei etablierten Marken keinen Hinweis auf den Herstellungsort findet.)

Was ja bei uns auch unbedingt zum Tag gehört, sind die Schokoladen- und Milchdrops von Vitakraft! Anni liebt die. Man kann sie damit bestens hinter jedem Ofen hervorlocken. Anders als alle Hunde, die ich jemals kannte, muss man meine nämlich ein bisschen zum Rausgehen überreden! Ja, eigentlich würde sie lieber drinnen liegenbleiben. Ruf ich aber: "Ist da ein Hund, der Schokolade möchte??" - dann kommt sie erwartungsvoll angefegt. (Ich kann den Satz auch mit "Milchdrops" variieren, derselbe Effekt.) Dann hüpft sie in der Küche schon auf den Hinterbeinen auf und ab, weil sie weiß, dass ich sie ins Spülbecken hebe, da liegt der Drops auf dem Rand, und dann bürste ich ihren Pelz durch, damit mein Hund beim Spazierengehen nicht so zerwühlt aussieht. Sie lässt sich nämlich nicht gerne bürsten - diese Abneigung überwinden wir elegant mit dem Drops.

Bei großen Hunden mit viel Hunger würde ich ohnehin zum Barfen raten. Manche Leute glauben, das wäre teuer, ist es aber nur bedingt. Tatsächlich gibt es schon abgepackte Barfmahlzeiten mit allem, was reingehört. Zumindest für Leute, die anfangs noch unsicher sind, ist das gar nicht schlecht, kostet bloß. Unser Tierarzt jedenfalls kauft große Fleischportionen für wenig Geld, der hat zwei große Hunde, die verschlingen auch einiges.

Ich wäre eine Freundin des Barfens, wenn Anni rohes Fleisch vertrüge. Tut sie aber nicht: Sie bekommt Durchfall und wirft uns nachts aus dem Bett, weil sie dringendst Pipi muss.  Diesen Effekt hatten wir schon, als Anni nur mal abends Rinderhack bekam, das war noch nicht mal Barfen...

Zwar könnte man das Fleisch kochen und die vorgeschriebenen Zutaten hinzufügen. Dann hätte ich so ziemlich genau das, was ich jetzt in Dosen kaufe, könnte aber nicht so große Vorräte anlegen. Und ganz ehrlich, es ist einfacher und schneller, eine Dose zu öffnen. So lange die Qualität stimmt, wüsste ich nicht, was so falsch daran sein soll...  

Mittwoch, 6. Mai 2015

Katzenfutter ist auch nicht besser

Ich wollte ja noch ein bisschen weiter erzählen von meinen Erfahrungen mit dem besseren Futter.

Was ich vergessen hatte zu erwähnen: In irgendwelchem "normalen" Futter hat man sogar die Reste von eingeschläferten Tieren gefunden, mitsamt Spuren der Medikamente, mit denen sie getötet wurden! Unsere toten Haustiere landen im Hunde- und Katzenfutter.... BÄH! Das kann ja wohl nicht zuträglich sein?? Würden wir so was essen?

Dieser Umstand war übrigens der Hauptgrund, weshalb ich ab sofort keine Supermarktsorte mehr kaufen wollte.

Alles Gesagte gilt natürlich auch für Katzen. Unsere Mulle ist nun leider extrem mäkelig, und ihre Nassfutter-Mahlzeiten bestehen nicht selten bloß aus abgeleckter Soße. Wir achten deshalb darauf, dass ihre Sorten immer viel davon enthalten oder wenigstens "Gelee". Sheba ist und bleibt wahrscheinlich auch Mulles beliebtestes Futter. Sie wird nächsten Monat 13 Jahre alt, ich werd sie wohl nicht mehr ändern.

Es gibt neben Terra Canis auch Terra Faelis. Dies hab ich an unserer Felidin ausprobiert und schon gleich vorsichtshalber die beiden Sorten mit Katzenminze drin ausgesucht. Dagegen können sich Katzen ja kaum wehren. Und ja, dann und wann akzeptiert die Mulle das. Zum Glück ist dieses TC-Futter immer sehr soßig. (Bei Anni, die sich als Hund ja nie putzt, bleibt ein matschiges Damenbärtchen zurück, das ich nur unter ihrem erklärten Protest säubere.)

Die Mulle ist ein Fisch-Fan, ich hab ihr von Applaws "Ozean-Fisch" angeboten (kam bestens!!) und Thunfisch von almo nature. Sie nimmt das alles tatsächlich an,  man darf es ihr nur nicht zu oft geben. Sonst wird wieder gemäkelt. Seufz!

Hauptsächlich lebt sie aber von Trockenfutter. Das steht immer bereit. Mulle gehört nicht zu den Katzen, die alles verschlingen, was da im Napf liegt - so wie richtige Katzen das tun würden; sie ist eben vornehm und von Rasse. Deshalb kann man ihren Napf immer gefüllt herumstehen lassen... Selbstverständlich oben an der Fensterbank, wo der Hund nicht hinkommt. Anni würde das Trockenfutter in wenigen Sekunden verschlingen.

(Ha, da fällt mir ein: Wir waren im Februar zum ersten Mal zu Besuch bei Leuten, die eine Katze haben. Anni ging schnurstracks in die fremde Küche und inhalierte das Katzenfutter, bevor ich noch meine Jacke ganz ausgezogen hatte und merkte, was geschah! Mann, wie peinlich!) *kicher*

Hier hab ich mal die Katzenfutterdosen fotografiert. :-) Die länglichen grünen Röhren enthalten Snacks, und zwar 100% Fleisch, gefriergetrocknet. Selbst sehr wählerische Katzen mögen das.... tja. Mulle hat es ausgiebig beschnüffelt und verschmäht! Da sieht man mal wieder. Man kann sich auf nix verlassen. 

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Ja ich weiß, man kann nicht sehr viel erkennen. Ich muss die Bilder immer verkleinern, um sie hier einzustellen, und dann werden die pixelig. Mir geht es hier aber auch nicht so sehr um die Marken, sondern um die Menge.

Zoolove (links einigermaßen zu erkennen) ist eine neue Produktlinie von ZooPlus, 10% des Verkaufspreises gehen an wechselnde Tierheime. Leider ist das Angebot noch sehr beschränkt. Ich hoffe aber, dass da in Zukunft noch etwas mehr hinzukommt.

Und hier das ganze Trockenfutterzeugs.

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Worauf unsere Katze aber wirklich total wild ist, das sind die Crispies von Felix! Den ganzen Tag lang heult sie danach, deshalb müssen wir das Zeugs in großen Mengen anschleppen. Hier sieht man gerade mal die Hälfte:

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Zusammen mit dem Futter für Anni hab ich im März und April so um die 300 Euro rausgeworfen für meine ganzen Experimente... Immerhin haben wir jetzt einen sehr schönen großen Vorrat auch für den Hund. Ich hab ja immer Bammel vor irgend einer Katastrophe, in der man kein Tierfutter kaufen kann, aus welchem Grund auch immer. Deshalb fühl ich mich nur mit Vorräten halbwegs gerüstet.

Was die Preise für Dosenfutter angeht - ich finde, so besonders viel teurer als das "Normale" ist dies alles auch nicht. Ein bisschen wohl, aber nicht gravierend. 

Ich hab aber gelesen, dass das preiswerte Futter von Aldi gar nicht so schlecht abgeschnitten hat! Wer wirklich sehr auf den Preis sehen muss, ist damit ganz gut bedient.

(Es ist wohl überflüssig zu erwähnen, dass ich hier nicht für Reklame bezahlt werde?? Dafür ist mein Blog nun wirklich zu unbekannt. Keine Firma würde da einen Pfennig lockermachen.) :-)










Sonntag, 3. Mai 2015

Dreck im Hundefutter

Da hab ich nun tatsächlich ein Jahr lang nichts geschrieben!

Die Zeit ist auch schnell herumgegangen, davon mal ab. Und es war auch nicht so, als ob mir nichts eingefallen wäre! Im Gegenteil - wenn ich mit Anni unterwegs war, kam mir so mancher Gedanke in den Kopf, was ich später am Tag im Blog erzählen könnte. Bloß wenn wir dann zuhause waren... erstmal verpusten, dann dies und das tun... und dann: Äh, was wollte ich da vorhin eigentlich schreiben?

Falls ich überhaupt dran gedacht hab!

Und so vergeht die Zeit...

In den letzten Wochen war ich aber sehr intensiv mit dem Thema Hundefutter befasst. Das kam eigentlich daher, weil mich das datensüchtige Internet besser kennt als ich mich selbst - so bekam ich eine Reklame von Terra Canis-Hundefutter. Die Firma verwies in ihrem Text auf einen bestimmten Eintrag in einem Hundeblog, das ich bis dato nicht kannte: "Les Wauz". Und da schrieb die junge Frau, der das Blog gehört, unter der Überschrift "Wie Stiftung Warentest uns und unseren Hunden Lügen und Abfälle füttern möchte" über ein Thema, das ich elektrisierend fand. Denn: Dass die Futtersorten, die wir so im Supermarkt und meinetwegen bei Fressnapf, Futterhaus und ähnlichen Läden kaufen, nicht immer das Gelbe vom Ei sind, hatte ich schon gehört. Bloß kannte ich keine Alternativen. Bzw. ich wusste nicht, was denn statt dessen wirklich gut wäre und nicht nur angeblich.

Ich hab mal schlechte Erfahrung mit Hill's gemacht, das über den grünen Klee gelobt wurde. Anni bekam nach ein paar Tagen Durchfall davon. Ich machte mich dann im Internet schlau und fand heraus, dass es auch manchen anderen Hunden so erging.

Was ich aber hier bei Les Wauz über den Testbericht für Hundefuttersorten las - meine Güte! Echt spannend. Die Supermarktsorten hatten durchweg gut abgeschnitten, schlechter dagegen wurden solche bewertet, die auf völlig natürliche Zutaten setzen.

Wieso das? Jaaah - weil in den anderen Sorten die Inhaltsstoffe immer genau gleich sind. Immer genau gleich viele Vitamine, Mineralstoffe und was so alles drin ist. Völlig klar, denn wenn man die künstlich zusetzt, kann man sie auch aufs Gramm exakt dosieren.

Aber muss das so sein? Essen wir denn selber so? Jeden Tag genau die gleichen Inhaltsstoffe? Oder hat man mal etwas mehr von diesem, mal von jenem, je nachdem was man isst, und so über längere Zeit ist dann alles dabei? Ist das vielleicht genau so von Mutter Natur vorgesehen?

Würd ich ja mal annehmen, dass es so ist.

Die Stiftung Warentest hielt dies aber für ein Manko. (Dazu kam dann noch so ein lächerlicher Punkt wie der, dass die Etiketten von Terra Canis nicht so bunt sind und im Laden leicht übersehen werden können. Boah!)

Wirklich schockierend fand ich aber etwas anderes: Was da alles für Müll drin sein darf im Hunde- und auch Katzenfutter!!! Ihr glaubt es nicht! Regelrechter Dreck. Wobei, ich meine mich zu erinnern, dass auch in Gulasch für Menschen Klärschlamm ist... sein darf! Das ist nicht etwa ein Lebensmittel-Skandal, sondern erlaubt. Wer erlaubt das? Letztlich wohl die Politik. Na logo. Es geht ja immer darum, was den Damen und Herren Konzernen am besten passt, und Scheiß doch auf die Kunden. Denen kann man ja dann Lügen darüber erzählen, wie gesund das alles wäre.

Ich lese seitdem, dass jeder zweite Hund über 10 Jahre einen Tumor entwickelt. Er muss nicht unbedingt gleich dran sterben, aber ich möchte nicht, dass Anni so etwas passiert - oder egal welchem anderen Hund oder Katz. Kann es am Futter liegen? Warum nicht? Denken wir nicht auch, dass gute und gesunde Ernährung uns Menschen bis ins Alter gesund erhält?

(Nein, ich bin auf keinem Veganertrip, obwohl ich das als Alternative im täglichen Allerlei durchaus spannend finde. Es gibt ja schon Leute, die ihren Hund vegan ernähren. Er kann das tatsächlich vertragen, und Rücksicht auf die Schlachttiere zu  nehmen, ist absolut angebracht. Aber Hunde lieben Fleisch. So ganz ohne ist auch nicht schön.)

Ich ging zuerst mal zum Fressnapf. Die führen Terra Canis nämlich auch, bloß die Auswahl ist sehr begrenzt, und davon gehen noch die Sorten für Welpen und Senioren ab.

Immerhin, ich kam frohgemut mit einigen Probedosen für "adult" nach Hause. Abends bekam Anni zur Hälfte ihr gewohntes Essen, auf die andere Seite im Napf legte ich das neue.

Anni guckte das alte Zeugs erst gar nicht an, innerhalb eines Sekundenbruchteils hatte sie die Nase im Terra Canis! Da sie aber gefräßig ist, verschmähte sie auch das andere nicht ganz, nur eben, es kam zum Schluss.

Auch an den nächsten Tagen klappte es wunderbar. Nun hab ich ja glücklicherweise keinen mäkeligen Hund; die Gefahr, dass sie etwas gar nicht mag, ist recht gering. Eine Ausnahme waren die Filetstücke von Cesar. Die verschmähte sie standhaft.

Nun ist es aber so: Im Terra Canis sind viele Kräuter. Eigentlich ist das gut! Der Wolf frisst auch Kräuter in der freien Natur. Es gibt aber Hunde, ich las es in den Bewertungen, die manchmal plötzlich die Nase voll haben vom Kräutergeruch und das Futter nicht mehr mögen. Dies kommt nicht oft vor, könnte aber mal. Wer weiß das schon vorher.
(Edit: Wir haben jetzt Ende 2016, und nachdem ich einige Zeit kein Terra Canis gefüttert hatte, hab ich jetzt mal wieder welches gekauft. Mein Eindruck: Der starke Kräutergeruch ist nicht mehr! Vielleicht wurde wegen der etwas kritischeren Bewertungen etwas geändert. Auf jeden Fall: Ist besser jetzt!)

Es war von Anfang an klar, dass ich es nicht bei dieser einen Sorte belassen würde. Abwechslung ist ja nicht verkehrt. Denn zum Glück gibt es auch andere, die von gleicher Qualität sind. Ich hab jetzt im Moment neben TC noch "Herrmann's Bio", "Pauls Beute", und "Wolf of Wilderness". Es gibt aber noch mehr vergleichbare Hersteller! Man muss sehen, was einem sympathisch ist. 

(Noch mal editiert: Mittlerweile haben wir außer Hermann's Bio und TC noch Hirtengold und Naftie. Beide setzen auf ein Baukasten-System. Man gibt verschiedene Zusätze hinein, die sonst beim Kochen in der Dose zerstört würden, und sie haben auch sonst schöne Sachen. Naftie hat dazu noch das Prinzip, die Nutztiere zu schonen. Ihr solltet unbedingt nach beiden Herstellern googeln. Einfach Hirtengold eingeben und Naftie. Beste Empfehlung!)

Und das ist das Wichtige, worauf man achten sollte: Keine künstlichen Zusätze! Reines Fleisch in Lebensmittelqualität. (Die Rezeptur schmeckt uns nur nicht so.) Möglichst wenig Getreide! Wir denken immer, die Hunde würden es aus dem Verdauungstrakt ihrer Beutetiere bekommen, aber das stimmt ja wohl doch nicht ganz. Zum einen - es wäre verdammt wenig. Zum anderen haben Beobachtungen an Wölfen gezeigt, dass die beim Zerreißen ihrer Beute deren Magen und Darm beiseite werfen und ihn ignorieren. Also nichts mit: Die holen sich ihr Gemüse aus dem Beutetier.

Beutegreifer - oder auch Raubtiere, das ältere Wort - haben einen kurzen Darm. Ihre Fleischmahlzeit rauscht da innerhalb von 24 Stunden durch. Getreide zu verdauen braucht aber Zeit!! Es ist dann schon raus aus dem Tier, noch bevor der Hundedarm etwas mit dem Getreide anfangen konnte.

Beim Menschen übrigens gibt es die Kuriosität, dass Reis essende Völker einen längeren Dünndarm haben als Europäer, als Anpassung an das Hauptnahrungsmittel. Daran sieht man schon, dass es bei Tieren wie Hunden und Katzen gar nichts bringen kann, ihnen Getreidemahlzeiten zu geben, aber genau das ist oft der Hauptbestandteil der Supermarktsorten. Die Tiere werden damit zwar abgefüllt, aber nicht wirklich ernährt.

Nebenbei bekommen viele Hunde noch eine Getreide-Unverträglichkeit. Längere Zeit war ich nicht sicher, ob Anni auch eine hätte, denn ihr "Output" war zwar geformt, aber matschig wie Pudding. Wenn sie ins Gras pupte, hatte ich immer Mühe mit dem Gassibeutel zu werkeln - die Grashalme blieben schmierig. Und heute? Nach etwa drei Wochen Fütterung mit dem "guten" Zeugs war alles in Butter. Output fest genug, dass sich a) die Analdrüse entleeren kann und b) das Gras sauber bleibt.

Leute, ich schwör! Es ist nicht egal, was man dem Viech zu fressen gibt!

Ich führ das Thema weiter. Jetzt hat der Lg das Essen fertig (für uns Menschen) und ich muss aufhören zu schreiben,

Hier der Link zu dem genannten Artikel in Les Wauz:
http://leswauz.com/2015/02/28/wie-stiftung-warentest-uns-und-unseren-hunden-luegen-und-abfaelle-fuettern-moechte/